Geschichte Südafrikas - SA-Reise Tour

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Geschichte Südafrikas

Südafrika
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Geschichte Südafrika´s


Vor 200 000 bis 100 000 Jahren entwickelten sich überall in Afrika (so auch in Südafrika) die modernen Menschen. Die ersten, die das Gebiet des heutigen Südafrika besiedelten, waren vermutlich die San, die sich später mit den aus dem Norden stammenden Khoi zu Khoi-San vermischten.

Als Menschengruppen aus Zentral- und Ostafrika etwa um das Jahr 300 n. Chr. über den Limpopo-Fluss nach Süden vorrückten, zogen die Khoi-San weiter in die Region des heutigen Western Cape.

1652 landete der Niederländer Jan van Riebeeck mit einer 90 Mann starken Expedition in der Tafelbucht und errichtete im heutigen Kapstadt eine Station zur Versorgung von Schiffen – ein sowohl geografisch als auch politisch wichtiger Stützpunkt an der einzigen damals bestehenden Handelsroute von Europa und Amerika nach Indien, den sogenannten Gewürzinseln, und in die östlichen Regionen.

Im Laufe der nächsten 200 Jahre kamen in mehreren Wellen weitere europäische und indische Siedler hinzu.
Zwischen Holländern, Briten und zum Teil auch Franzosen kam es regelmäßig zu Kämpfen um die Kontrolle am Kap, aus denen die Briten 1806 schließlich siegreich hervorgingen. Daraufhin zogen die holländischen Buren in das Hinterland, um sich der britischen Herrschaft zu entziehen.
Ungefähr zur selben Zeit begann eine als „Mfecane“ (isiZulu für "Zerquetschen" oder "Zerkleinern") bekannt gewordene Periode kriegerischer Unruhen, die im Zululand ihren Ausgang nahm. Die Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Volksgruppen breiteten sich über die Drakensberge bis zur heutigen Provinz Free State aus. Nicht zuletzt angeheizt durch den wachsenden Militarismus des Zulu-Kriegers König Shaka, entwickelte sich das Ganze zu einer kritischen Lage. Verschärft wurde diese konfliktreiche Situation noch durch die landhungrigen Voortrekker und die 1820 neu eingetroffenen britischen Siedler.

Ende des 19. Jahrhunderts wurden Südafrikas immense Gold- und Diamantenvorkommen und später auch reiche Platinlagerstätten entdeckt.
Im 20. Jahrhundert reihten sich die historisch bedeutsamen Ereignisse aneinander. Es begann mit dem Ende des Zweiten Burenkriegs (auch bekannt als Südafrikanischer Krieg), der von 1899 bis 1902 dauerte. 1910 wurde die Südafrikanische Union gegründet. Diese beteiligte sich auf der Seite der Alliierten am 1. und 2. Weltkrieg. Im Jahr 1948 ging die African National Party bei den Wahlen als knapper Sieger hervor. In den Folgejahren wurde die Apartheid eingeführt.

Die Apartheid war eine fast 50 Jahre andauernde Phase des institutionalisierten Rassismus und der Unterdrückung der Farbigen. Während dieser Zeit war der African National Congress (ANC), die politische Vertretung der schwarzen Südafrikaner, verboten und seine Präsidenten, einschließlich Nelson Mandela, wurden im Gefängnis von Robben Island gefangen gehalten.
Die Aufhebung des ANC-Verbots, die Freilassung Mandelas und seiner Mitgefangenen sowie die 1994 abgehaltenen ersten demokratischen Wahlen gelten als die Geburtsstunde des neuen Südafrikas.
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Geschichte genauer


In der vorkolonialen Zeit ist das Kap vom einheimischen Hirtenvolk der Khoi bewohnt, die mit den ersten europäischen Einwanderern des 16. und 17. Jahrhunderts Handel treiben.
 
Das Kap der Guten Hoffnung (auch als das Kap der Stürme bekannt) ist geografisch und politisch von großer Bedeutung, da die einzige Handelsroute von Europa und von Amerika nach Indien und zu den sogenannten ostindischen Gewürzinseln hier vorbeiführt.
 
Der erste europäische Seefahrer, der das Kap umsegelt, ist Bartolomeu Dias, im Jahre 1488.
 
Erst mehr als 150 Jahre später, im Jahre 1652 (Jan van Riebeck), errichten die Holländer eine Dauersiedlung, in der sich die Handelsschiffe, die diese gefährlichen Route befahren, mit frischen Lebensmitteln eindecken.
 
Der erste Gouverneur des Kaps, Jan van Riebeeck, baut die sternförmigen Befestigungen des Castle of Good Hope. Diese Festung wird im Jahre 1679 fertiggestellt und ist das älteste noch existierende Gebäude Südafrikas. Es beherbergt heute ein Museum und ist im Stil des 18. Jahrhunderts gehalten.
 
Als der Handel zwischen Europa, Indien und dem Osten zunahm, wurde auch das Kap (Kapstadt und ihr Hinterland) politisch immer wichtiger. Die Briten übernahmen 1795 die Kontrolle des Kaps, übergaben es den Holländern wieder 1802, kämpften später wieder darum und besetzten es von 1806 bis 1814. Danach war das Kap nominell unter britischer Hoheit bis 1910, als die Südafrikanische Union gegründet wurde.
 
Abgesehen von den Holländern und den Briten, spielten auch andere Nationalitäten eine Rolle in der Geschichte des Kaps, so etwa die Franzosen – viele von ihnen waren Hugenotten, die vor der religiösen Verfolgung des 17. Jahrhunderts flüchteten –, und die Malaien, die vor allem als Sklaven während der holländischen Herrschaft ins Land kamen.
 
Der französische Einfluss ist vor allem in dem kleinen Ort Franschhoek in Western Cape zu bemerken, etwa eine Autostunde von Kapstadt entfernt, während der malayische Einfluss vor allem in der Kochkunst und z.B. im farbenprächtigen Bo-Kaap-Viertel in Kapstadt zu sehen ist.
 
Ebenso wie in anderen großen Städten Südafrikas wurden auch in Kapstadt große Bevölkerungsgruppen aus der Stadt vertrieben, als die Apartheidgesetze in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts das Zusammenleben der verschiedenen Rassen für gesetzwidrig erklärten. Im District Six Museum erinnern heute Gebrauchs- und Einrichtungsgegenstände an die Bewohner des Viertels von District Six; sie wurden von ehemaligen schwarzen Einwohnern und den Coloureds gestiftet, die während der Apartheid zwangsweise in die bis dahin unbewohnten Gebiete der Cape Flats umgesiedelt wurden.
 
Traurige Berühmtheit erlangte Kapstadt auch wegen Robben Island, der ein paar Kilometer vor der Küste gelegenen Gefängnisinsel, wo einige der prominentesten Apartheidgegner eingekerkert worden waren. Zu ihnen zählte auch Nelson Mandela.
 
Die holländische Architektur ist in vielen älteren Orten der Provinz zu finden, aber Stellenbosch, "die Stadt der Eichen", ist mit vielen unveränderten historischen Gebäuden am besten erhalten.
 
Die zahlreichen Galerien und Museen der Provinz Western Cape zeigen verschiedene historische Sammlungen an Goldgegenständen, Möbelstücken, Felsmalereien, Dinosaurier- und anderen Fossilien sowie Steinzeitwerkzeuge.
 
Aber es ist gar nicht nötig, ein Museum zu betreten, um einen Eindruck von der Geschichte und den multikulturellen Traditionen der ältesten Provinz Südafrikas zu bekommen. Es genügt, einfach eine Straße im Zentrum von Kapstadt entlangzuschlendern oder die teilweise mehrere Jahrhunderte alten Kellereigebäude eines Weinproduzenten auf dem Land zu besuchen.
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